Der Bauleiter

Ein Bauleiter hat sehr vielfältige Aufgaben. Je nach Einsatzgebiet, Spezialisierung und Art der Firma. Die Aufgaben reichen von der Planung über die Kontrolle bis zur Übergabe. Er hat die Aufgabe das benötigte Material in ausreichender Menge, in der richtigen Beschaffenheit und mit dem passenden Preis zum idealen Termin liefern zu lassen. Die Kontrolle des Materials vor Ort wird in der Regel von ihm vorgenommen, dies geschieht durch eine Kontrolle des Lieferscheines, der Menge und der Qualität und einer Prüfung der Beschaffenheit, z. B. einer Feuchtigkeitsmessung beim Sand.

Er ist zuständig für die Einteilung und die Kontrolle der Mitarbeiter, die Anweisungen von gegebenenfalls Regie Stunden, deren Überwachung und Abzeichnung.

Die Baustelle muss von ihm auf Gefahrenquellen geprüft werden, die Arbeitssicherheit ist einzuhalten und gegebenenfalls anzumahnen.

Es müssen Nachträge verfasst und Zeiten, sowie Materialbestellungen ausgerechnet werden. Vor Ort sollte im Normalfall ein Aufmaß erfolgen, anhand dessen eine exakte Bestimmung von Materialverbrauch und eine grobe Kalkulation der Arbeitszeiten vorzunehmen sind.

Bei der Ausführung der Arbeiten ist eine ständige Kontrolle dieser erforderlich, sowohl in technischer als auch in organisatorischer Hinsicht.

Der Materialverbrauch muss immer im Auge behalten werden, damit man jederzeit neu bestellen oder nachbestellen kann.

Während der einzelnen Arbeitsschritte ist, permanent eine sogenannte Begleit-Kalkulation erforderlich um sofort auf Abweichungen vom Soll reagieren zu können.

Eine Nachkalkulation ergibt einem einen genauen Überblick über das Projekt, was für zukünftige, ähnliche Projekte immens von Vorteil sein kann.

Eine Einteilung der Arbeiter und / oder Subunternehmen erfolgt in der Regel nach bestimmten Kriterien die zum einen Baubedingt und zum anderen organisatorisch bedingt sind.

Alles erfolgt ebenso unter dem Aspekt der Sicherheit, des Umweltschutzes und der Kosten.

Da die meisten Bauleiter mehrere Projekte gleichzeitig abwickeln ist das Arbeitspensum und die Organisation schon sehr aufwendig und unübersichtlich.

Dazu nutzt ein guter Bauleiter seine Tools und delegiert unwichtige Aufgaben an untergebene.

Ausbildung / Vorbildung

Da es Bauleiter in den verschiedensten Gewerken und Fachrichtungen gibt, ist auch die Ausbildung sehr unterschiedlich.

Herkömmlicherweise hat ein Bauleiter eine Ingenieurausbildung oder hat einen Meisterbrief. Es gibt, aber auch sogenannte Seiteneinsteiger die durch jahrelange Erfahrung den Job genauso gut machen können, auch wenn sie “nur” Polier oder Geselle sind.

Wichtig ist für den Job, ein dickes Fell, gute Rechenkenntnisse, gute rhetorische Fähigkeiten, gutes Organisationstalent, gute Menschenkenntnisse, eine dominante Art des Auftretens um sich durchsetzen zu können und gute Nerven.

Einsatzgebiete

 

Es gibt Bauleiter, die rein Beratend tätig sind, Bauleiter die rein für die Leistungsbeschreibungen/Ausschreibungen/Vergaben und Angebote zuständig sind und Bauleiter die Arbeiten auf einer Baustelle überwachen. Die gängigste Variante dürfte allerdings sein, dass der Bauleiter mehrere Projekte hat, die er parallel abwickelt und dadurch viel Unterwegs ist.

Meist arbeiten Sie eng mit den Ausführenden Gewerken zusammen und überwachen die Ausführung der Tätigkeiten. Aber auch die Planung der Arbeiten, die Einsatzpläne der Mitarbeiter und Gewerken/Subunternehmer etc. gehören zu seinem Aufgabengebiet. Die Abrechnung der Leistungen und die Vergabe werden meist nebenbei erledigt. Auch die Beschaffung der Maschinen, des Materials und die Zeitplanung sind meist nebenbei zu erledigen. Die Kernaufgabe, das Überwachen und Leiten der Baustelle ist in viele kleine Teilbereiche gegliedert. Angefangen bei der Zeitplanung und dem Einsatz der Mitarbeiter, der Bestellung von Material, dass immer pünktlich auf der Baustelle sein muss, bis hin zu der Kontrolle der Stundenzettel ist das Aufgabenfeld sehr weit gesteckt.

Bei Außenarbeiten muss der Zeitplan auch an das Wetter angepasst werden und, und….

Es müssen sehr viele allgemeine und noch mehr spezifische Dinge berücksichtigt werden.

In der Regel wird ein Zeitplan erarbeitet, der eingehalten werden muss.

Die Vorstellungen des Bauherrn, des Auftraggebers, der Architekten und der eigenen Firma halten sich hierbei nicht immer die Waage, was unweigerlich zu Stress führen kann.

 

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